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Wasseraufbereitung

ROHWASSERBEHÄLTER


Der Behälter wurde 1950/51 erbaut und 1956 erweitert. Bei einem maximalen Wasserstand von 3,0 m fassen die Kammern je 500 m³.

Hier wird das Wasser der insgesamt 13 Tiefbrunnen, die sich längs der Rotach und des Gerbaches verteilen, gesammelt.

  • 9 Brunnen aus westlicher Richtung mit ca. 66 l/s
  • 4 Brunnen aus östlicher Richtung mit ca. 24 l/s
  • zusammen ca. 90 l/s
  • Ausdehnung des Gewinnungsgebiets in westlicher Richtung: 5,5 km
  • in östlicher Richtung: 3 km

Rohwasserbeschaffenheit:

  • 15° dH (Härtebereich 3)
  • Eisengehalt 0,08 – 0,25 mg/l
  • Mangangehalt 0,05 – 0,16 mg/l
  • Sauerstoffgehalt 0,6 – 1,5 mg/l

Der Eisen- und Mangangehalt verursacht die braunen und schwarzen Ablagerungen in den Wasserkammern.


ROHRKELLER FILTERHALLE BEI DEN UMWÄLZPUMPEN


Die Umwälzpumpen drücken das Rohwasser durch die Aufbereitungsanlage in den Reinwasserbehälter.

Umwälzpumpen 1 und 2

  • Förderleistung je 62 bis 78 l/s (Durchschnitt 70 l/s)
  • Förderhöhe je 18 bis 11 m WS

Umwälzpumpe 3

  • Förderleistung 125 bis 183 l/s (Durchschnitt 150 l/s)
  • Förderhöhe 18 bis 11 m WS

 
Im Normalbetrieb laufen entweder die Umwälzpumpen 1 und 2 zusammen oder die Umwälzpumpe 3 alleine. Bei geringem Wasserbedarf oder bei notwendigen Wartungsarbeiten kann die Aufbereitungsanlage auch mit nur einer der Umwälzpumpen 1 oder 2 betrieben werden.
Erster Aufbereitungsschritt ist die Zugabe von Ozon, dessen Erzeugung später erläutert wird. Hier wird das Ozon über einen Teilstrom dem Rohwasser zugegeben. Dazu dienen zwei Druckerhöhungspumpen und zwei Injektoren, die jeweils einer der Umwälzpumpen 1 und 2 zugeordnet sind. Läuft die Umwälzpumpe 3, sind beide Druckerhöhungspumpen in Betrieb.

 

Das Ozon wird durch einen Wirbelmischer in der Leitung DN 200 mit dem Wasser vermischt. Es oxidiert das im Wasser gelöste Eisen und Mangan zu filtrierbaren Flocken (z. B. Eisen (III) Hydroxid). Im Wasser enthaltene Keime und organische Verunreinigungen werden durch die Ozonbehandlung abgetötet. Sollte das Rohwasser zukünftig stärkere Verschmutzungen aufweisen als heute, ist an dieser Stelle die Zugabe von Flockungsmitteln, die Trübstoffe filtrierbar machen, möglich.


ROHRKELLER MESSWARTE


Hier sind alle Geräte zur Überwachung der Wasserqualität untergebracht.
Gemessen werden:

  • Trübung von Roh- und Reinwasser
  • pH-Wert von Roh- und Reinwasser
  • Elektrische Leitfähigkeit von Roh- und Reinwasser
  • Ozonüberschuss in den vier Filterkesseln
  • Chlordioxidgehalt im Reinwasser nach dem Reinwasserbehälter.

Die Messwerte werden sowohl in die Filterhalle als auch in die Hauptwarte im alten Betriebsgebäude übertragen.

Steuerluftkompressor für die pneumatischen Klappen in den Rohrleitungen zwischen den Filtern.
Dem Kompressor ist ein Lufttrockner vorgeschaltet.
Spülluftgebläse:
Förderleistung 183 l/s
Förderhöhe 5 m WS
Abzweig für regelbaren Teilstrom zur Spülung der unteren Filterschicht
Spülwasserpumpe:
Fördermenge 117 l/s
Förderhöhe 12 m WS


FILTERHALLE


Die Schalttafel gibt einen Überblick über die gesamte Filteranlage.
Die vier Filter werden parallel durchströmt. Beim Rückspülen und bei Wartungsarbeiten ist der Betrieb mit nur drei Filtern möglich.
 
Filter
Maße und Inhalt:
  Höhe (zylindrisch) 5,5 m
  Durchmesser 3,5 m
  Volumen 53 m3
  Betriebsdruck max. 4,0 bar
  
Füllung
Oberes Stockwerk:
  0,9 m entspricht 9,0 m³
  Reaktionsraum für Ozon
 
  0,6 m entspricht 5,5 m³
  Hydroanthrazit 1,4 – 2,5 mm
 
  0,4 m entspricht 4,0 m³
  Kies 0,63 – 1,0 mm
 
  2 x 0,15 m entspricht 2 x 1,5 m³
  Kies 1 – 3 und 3 – 6 mm

Unteres Stockwerk:
  2,0 m entspricht 19 m³
  Aktivkohle F 300
  2 x 0,15 m entspricht 2 x 1,5 m³
  Kies 1 – 3 und 3 – 6 mm

Die Filterkessel sind zum Schutz vor der oxidierenden Wirkung des Ozons innen gummiert.

 

Wirkungsweise
Im oberen Stockwerk werden die Eisen- und Manganflocken zurückgehalten. Das untere Stockwerk dient der Entfernung von Ammonium sowie zum eliminieren von Geruchs- und Geschmacksstoffen.
Der Rückspülvorgang ist teilautomatisiert. Es wird das obere und das untere Stockwerk getrennt zunächst mit Luft und dann mit Wasser zurückgespült.

 

Spülwassermenge: ca. 85 m³ pro Filter, ca. 18.000 m³ pro Jahr.

 

Das Rückspülwasser gelangt in den Rückspülwasserbehälter mit 150 m³ Inhalt. Nach einer Absetzzeit von ca. 12 Stunden wird das klare Überstandswasser der Rotach zugeleitet. Der Rückspülschlamm kann entweder über die Schlammpumpe in ein Tankfahrzeug gefördert oder nach Trocknung auf dem Schlammbeet zur Deponie transportiert werden.
 


CHLORDIOXIDANLAGE


Dem aufbereiteten Wasser wird zum Schutz vor einer Wiederverkeimung auf dem langen Transportweg Chlordioxid zugegeben.

 

Das Chlordioxidverfahren hat gegenüber anderen Verfahren den Vorteil einer höheren Wirksamkeit. Außerdem wird das behandelte Wasser nicht im Geschmack beeinträchtigt.
Chlordioxid ist explosiv, es wird nicht fertig angeliefert, sondern am Gebrauchsort hergestellt aus Natriumchlorit + Chlorgas.

 

        2NaClO2 + Cl2 = 2ClO2 + 2NaCl
ClO2-Konzentration im Reinwasser: 0,05 – 0,15 mg/l
Bei Verlassen des Wasserwerks: < 0,10 mg/l


OZONRAUM


Das nicht stabile Gas Ozon (O3) muss mittels Ozonerzeugeranlagen am Verwendungsort hergestellt werden. In höherer Konzentration ist Ozon stark giftig. Zur Entfernung des Restozons wird ein Aktivkohlefilter eingesetzt, ebenso zur Abluftbehandlung. Es wird aus dem in zuvor getrockneter Luft enthaltenen Sauerstoff (O2) erzeugt.
Notwendig ist ein Entladungsfeld mit hoher elektrischer Spannungsdifferenz (6,5 – 14 kV).
Vorteilhaft ist das hohe Oxidationsvermögen des Ozons mit starker Wirkung auf Bakterien und auch auf Viren, sowie auf anorganische und organische Wasserinhaltsstoffe.


REINWASSERBEHÄLTER


Das Reinwasser fließt den Behälterkammern durch zwei umgekehrte U-Rohre zu.

 

Größe der Behälterkammern je 12,30 x 11,50 m
Inhalt 2 x 500 m3 bei max. Wasserstand von 4,0 m

 

Wasserbeschaffenheit:
15 ° dH, Bereich 3
Eisengehalt < 0,01 mg/l
Mangangehalt < 0,01 mg/l
Sauerstoffgehalt > 8,0 mg/l


WARTE


Die Wandtafel dient zur Übersicht und zeigt alle wichtigen Daten.
Der Schrank in der Glaswand dient zur Dokumentation der Betriebsvorgänge auf Schreibstreifen.

 

Das Steuerpult hat folgende Funktionen:
  Stromeinspeisung
  Notstromversorgung
  Wahlschalter Tiefbrunnen
  Wahlschalter Förderpumpen
  Telefon und Funkanlage
  Betriebsstundenzähler


MASCHINENSAAL


Neben einem Notstromaggregat sind insgesamt 8 Förderpumpen installiert.
Jede Förderzone ist mit 2 Pumpen ausgerüstet.
Das Pumpwerk wurde 1990 umgebaut und modernisiert.

 

Förderzone Ries:
  2 Pumpen mit je
  200 kw Motorleistung, 145 m Förderhöhe und 288 m³/h Förderleistung
Förderzone Wälder:
  2 Pumpen mit je
  110 kw Motorleistung, 190 m Förderhöhe und 144 m³/h Förderleistung
Förderzone Wört:
  2 Pumpen mit je
  9,1 kw Motorleistung, 70 m Förderhöhe und 29 m³/h Förderleistung
Förderzone NOW:
  1 Pumpe mit 75 kw Motorleistung, 135 m Förderhöhe und 144 m³/h Förderleistung, sowie
  1 Pumpe mit 200 kw Motorleistung, 145 m Förderhöhe und 288 m³/h Förderleistung.


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